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Reiterbogen

Reiterbogen - Bogensportinfo

Die intensive Pferdehaltung und -zucht band Mensch und Pferd eng aneinander. In den nächsten 2500 Jahren beherrschten mobile Reitervölker den gesamten innerasiatischen Raum, auch mit militärischen Mitteln: Sie stahlen Pferde, überfielen ihre Nachbarn und begründeten das offensive Reiterkriegertum. Als kriegerische Pferdenomaden formierten sich zuerst indoeuropäische Völker, vor allem Sassaniden, Kimmerer, Skythen und Sarmaten, dann Hunnen, und später Turkvölker, denen schließlich die Mongolen folgten.

Die Kampftaktik war immer ähnlich: Einem blitzschnellen Angriff folgte der ebenso schnelle Rückzug. Schwerfällige Fuß- und Panzerreitertruppen hatten kaum Chancen zu reagieren. Bei der Taktik der „verstellten Flucht“ galoppierte die Nomadenkavallerie scheinbar in wilder Flucht davon. Gegnerische Truppen wurden dazu verlockt nachzurücken, landeten jedoch unversehens in einem Hinterhalt. Die Fliehenden schossen oft auch rückwärts auf die Verfolger, mit dem so genannten Partherschuss über die Kruppe des Pferdes hinweg.

Die meisten asiatischen Reiterbögen / Kompositbögen hatten einen Reflex, der durch das Schrumpfen der Sehne, die man auf den Bogenrücken mit Hautleim klebte, erzeugt wurde.
Der Reiterbogen nutzte auch schon den Perry-Reflex, denn die Hornplatten am Bauch wurden meistens zuerst an den Kern geklebt und dann kam der Sehnenbelag auf die Seele. Durch das Schrumpfen der Sehne wurde dann der Perry-Reflex zusätzlich unterstützt und führte in der Kombination zu einer starken Vorspannung.

Das Verkleben der Seele mit der Hornplatte wurde sehr sorgfältig ausgeführt, die zwei Teile wurden eingekerbt um eine Vergrößerung der Klebefläche zu erhalten und es sollte die Schälkräfte direkt in Scherkräfte umwandeln. Auch die Verbindung von den Siyahs zur Seele musste sehr sorgfältig gearbeitet werden.

Der Griff mit dem Hornbelag wird bei Reiterbögen / Kompositbögen mit ca. 1000 kg zusammen gestaucht, der Rücken erfährt ungefähr das Gleiche.

Der Reiterbogen wurde für das Schießen vom Pferd gebaut, deswegen sind solche Bögen sehr kurz. Durch diese "Verkürzung" konnten nur elastische Materialien verwendet werden, z.B. Horn und Sehne. Es gibt verschiedene Typen von Reiterbögen / Kompositbögen, meist hatte jedes Land seine eigenen Formen.

Die meisten Reiterbögen / Kompositbögen kommen aus asiatischen Ländern.

Die bekanntesten Bögen kommen von den Hunnen, Mongolen, Skythen, Chinesen, Koreaner, Magyaren und Türken, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Der Reiterbogen / Kompositebogen ist wahrscheinlich sowas wie die Meisterklasse des Bogenbaus.

Redakteur Bogensportinfo Anke Telle

Redakteur: Anke Telle

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