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Bogen

Bogen - Bogensportinfo
Manfred Hanus

Der Bogen ist eine Abschussvorrichtung für Pfeile. Der Bogenbauer wird Bogner genannt. Seit der ausgehenden Altsteinzeit (30.000–10.000 v. Chr.) beweisen archäologische Funde die Nutzung von Pfeil und Bogen als Jagdwaffe. Seit der späteren Jungsteinzeit wurden Pfeil und Bogen auch als Waffe bei kriegerischen Auseinandersetzungen eingesetzt. Heute dient der Bogen als Sportgerät beim Bogenschießen in einigen Ländern der Bogenjagd. Als Kinderspielzeug werden Pfeil und Bogen auch als Flitze- oder Flitzbogen bezeichnet.

Selfbow oder Primbogen
Unter Selfbows werden Bogen verstanden, die aus einem Stück Holz gebaut sind. Sie haben keine Pfeilauflage und kein ausgeschnittenes Bogenfenster und gehören zur Klasse der Primitivbogen. Der Pfeil liegt auf dem Handrücken, bzw. Zeigefinger. Steinzeitliche Bogen – Afrikanische Bogen – englische Langbogen – Indianerbogen (Flachbogen).

weitere Naturbogen
Neben dem Selfbow gibt es Bogen, die aus verschiedenen natürlichen Materialien zusammengesetzt sind. Holzbogen mit einem Backing (Belag auf dem Bogenrücken). Hornkompositbogen (Horn, Holz, Sehne) – japanische Kyūdō-Yumi (Bambus, Holz). Auch diese Bogen haben weder Pfeilauflage noch Bogenfenster.

Moderne Langbogen
sind in der Länge etwa der Größe des Schützen entsprechend, jedoch meist etwas kürzer. Sie haben lange, gerade oder mit einer leicht nach vorne gerichteten Beugung (Recurve) versehene Wurfarme und einen Griff mit Pfeilauflage. Der Stil entspricht eher dem eines Flachbogens als einem englischen Langbogen, da die Wurfarme flach gehalten sind und nicht – wie beim englischen Langbogen – in einer Fortführung der Grifform ähnlich eines „D“. Auch können diese in einer leichten lang geschwungenen Recurve-Form gebaut sein, um den Handschock abzumildern.

Jagdrecurve
Der moderne Jagdrecurve ist ein deutlich kürzerer Bogen mit einem ergonomisch geformten Griffstück, ein Bogenfenster mit Shelf über dem Griff und dynamische Recurves. Die Recurve-Anteile des Bogens sind die weit nach vorne gebogene Enden der Wurfarme und bieten dem Schützen durch eine Optimierung der Wurfarmphysik eine deutliche Verstärkung der Wurfkraft und einen sanften Schuss.

Take-Down-Recurve
Take-Down-Recurves haben abnehmbare Wurfarme und dadurch ein geringeres Packmaß. Durch Verwendung anderer Wurfarme lässt sich das Zuggewicht des Bogens ändern. Oft haben sie ein schwereres Griffstück als One-Piece Recurves, was zur Stabilisierung im Schuss beitragen kann.

One-Piece Recurve
Von der Form her sind sie wie Take-Down Recurves gebaut, nur kann man die Wurfarme nicht abnehmen.

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Redakteur Bogensportinfo Anke Telle

Redakteur: Anke Telle

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